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Radeln trotz Parkinson

Radeln trotz Parkinson

Im Jahr 2013 entdeckten Forscher an der Cleveland University im Rahmen einer Studie, dass Rad fahren die Beweglichkeit und das Wohlbefinden von Parkinson-Patienten wesentlich verbessert. So nahmen 26 Personen an einer Untersuchung teil, die ein achtwöchiges Training auf einem Ergometer beinhaltete. Dreimal pro Woche wurde in die Pedale getreten, und die Ergebnisse ließen sowohl Forscher als auch Patienten staunen.

Die Forscher vermuten, dass Fahrradfahren von einem anderen Teil des Gehirns gesteuert wird als Laufen. Auch der rhythmische Druck auf die Pedale könnte das Gehirn stimulieren. Deswegen setzten sie auf Bewegung als mögliche Parkinson-Therapie.

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Denn als nach dem Training die Gehirnaktivität überprüft wurde, erlangte man die Erkenntnis, dass das Gehirn viel besser mit Sauerstoff versorgt, und somit der Informationsaustausch zwischen den Zellen effektiver wurde. Dabei konnte auch festgestellt werden, dass härteres Training bessere Werte erbrachte, als ein gemächliches Treten der Pedale. Diese Ergebnisse wurden in weiteren Studien bestätigt. Damit ein solches Training möglich ist, benötigt man allerdings ein geeignetes Fahrrad, damit keine Überlastungen etc. in anderen Bereich des Körpers, z.B. in den Knien oder der Wirbelsäule auftreten.

Die Studie zeigte, dass den Patienten im Anschluss an das Training viele Bewegungen wesentlich leichter fielen als davor. Inzwischen gilt das Fahrrad fahren als vergleichsweise einfache und vor allem nebenwirkungsfreie Therapie zur Linderung des Krankheitssymptome. Es gibt sogar Patienten, die im Jahr mehrere Tausend Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen, und dabei angeben, sie würden ihre Krankheitssymptome während der Fahrt kaum oder gar nicht bemerken.

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