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Die günstigste Urlaubsvariante voller unvergesslicher Erinnerungen

Die günstigste Urlaubsvariante voller unvergesslicher Erinnerungen

Sie haben Zeit und wollen reisen, können sich aber wegen Ihrer Finanzlage das nicht leisten? Wünschen Sie sich einen andersartigen Urlaub voller unvergesslicher Erinnerungen zu verleben? Können Sie glauben, dass Sie für weniger Geld eigentlich mehr bekommen? Es hat sich bewährt.

Auf diese Urlaubsreise können Sie sich entweder alleine, mit Ihrem Freund oder Freundin, Lebensgefährten oder Lebensgefährtin, oder sogar mit der ganzen Familie begeben. Für eine solche Reise ist es ganz ideal, falls man ein Schüler, Student oder schon in Rente (Rentner) ist, einem Menschen kann aber auch die Arbeitslosigkeit zugutekommen, wobei man außer der Suche nach einem neuen Job auch etwas für die Seele tun kann. Auf dem Weg werden Sie genau so viel Geld ausgeben oder sogar weniger, als wenn Sie zu Hause bleiben würden.

Klingt es zu schön, um wahr zu sein? Stimmt aber nicht. Alles, was Sie von so einem erlebnisreichen Urlaub abbringen könnte, ist Ihre Überzeugung, dass Sie so einer Herausforderung nicht gewachsen sind. Zu oft nämlich muss ich mir Ausreden wie diese anhören: “Ach je, das kann ich nicht.” Ich habe einen 74-jährigen Freund, der auf diese Weise USA durchquerte, persönlich war ich aber schon bis zum Atlantischen Ozean, Schwarzen Meer, im vorigen Jahr dagegen in Griechenland auf Peloponnes.

Alles, was Sie brauchen, ist ein Fahrrad und etwas Grundausrüstung. Machen Sie sich um Ihre Kondition keine Sorgen, denn Sie brauchen nicht zu hasten. Am Anfang machen Sie sich auf den Weg in die Nachbarländer (Slowenien, Tschechien, Slowakei, Ungarn). Es genügen schon zwei oder drei Wochen Urlaub. Stets werden Sie nur ein paar Stunden mit dem Zug von zuhause entfernt sein. Glauben Sie oder nicht, schon sehr früh werden Sie auf eine ganz andere Welt stoßen.

ideales reisefahrrad

Mein Rezept ist die Tour auf Nebenwegen, egal ob sie gebirgig sind, zu unternehmen. Die Sehenswürdigkeiten und Großstädte sollen Sie meiden. Bei einer Reise mit dem Fahrrad ist der Weg wichtiger als das Ziel. Und je mehr abgelegenen Orten Sie sein werden, mehr Zeit werden sich für Sie die Einheimischen nehmen. Als Unterschied zu einer Reise mit öffentlichen Beförderungsmitteln, bietet Ihnen das Fahrrad vollkommene Freiheit und mehr direkten Kontakt mit der Umgebung.

Das Fahrrad öffnet die Tür. Noch besonders dann, wenn es sich um ein Liegerad handelt, so wie in meinem Fall.

Was brauchen Sie also für einen günstigen, jedoch unvergesslichen Urlaub?

  1. technisch einwandfreies Fahrrad
  2. Landkarte
  3. Fahrradtaschen oder Fahrradanhänger
  4. Zelt, Matte und einen Schlafsack
  5. Brenner und Reisegeschirr
  6. Grundkenntnisse in Fahrrad-Wartung
  7. Wunsch nach Unbekannten

Und das ist alles! Sogar für die obere Liste würde sich wahrscheinlich jemand finden, der behaupten würde, dass manches davon überflüssig ist. Sagen wir, das Zelt. Mir persönlich ist ein Zelt das notwendige Übel, Jože dagegen reist lieber ohne. Ich kann mir nicht vorstellen am Abend beim Buchlesen oder beim Tagebuchschreiben genießen zu können, wenn man von tausend Stechmücken umschwirrt wird… Unter dem Schutznetz der Innenzeltplane zu sitzen ist mir persönlich unentbehrlich. Falls Sie schon kein Zelt haben, muss mindestens die Matte von Qualität sein, dass Sie bei Nacht auf kaltem Boden nicht frieren werden.

Eine Landkarte oder GPS? Ohne Papier geht es auf jeden Fall nicht! Aber brauche ich wirklich eine Navigation? Diese Frage kreiste mir voriges Jahr durch den Kopf, als ich Richtung Griechenland trat. Wenn ich Zeit hätte, würde ich die Navigation auf jeden Fall lieber zuhause stehen lassen. Im vorigen Jahr ertappte ich mich zu oft dabei, auf GPS geschaut zu haben… Und falls man eine Navigation dabei hat, braucht man auch Strom. Ich persönlich verwendete bis jetzt immer 30W Solarzellen, die sich hervorragend bewähren, falls Sie ganz unabhängig vom Stromnetz sein wollen. Das Fotoapparat, Telefon, Mp3 Player, … Alle diese Geräte brauchen Strom.

Welches Fahrrad? Je länger die Strecken sind, desto mehr Prozent der Radfahrer mit einem Liegerad. Und es gibt viele Reisende, die Streifzüge mit einem Liegerad unternehmen. Mir persönlich scheint dafür der Liegetrike am geeignetsten zu sein, weil es tatsächlich den maximalen Komfort sichert und einen entspannten und lässigen Aufstieg auch bis zum höchsten Pass ermöglicht.


Anne Dussert mit ICE Dreirad

Der größte Vorteil der Liegeräder ist definitiv der Ausblick. Manch welcher klassische Radfahrer wird nämlich behaupten, dass man sich auf den Sitz und die gezwungene Körperhaltung gewöhnt, jedoch ist der Blick auf einem klassischen Fahrrad stets zum Boden gerichtet. Die Radfahrer mit einem Liegerad haben dagegen das Panorama vor sich. Wir genießen die Landschaft, die uns umgibt. Weshalb würden wir es so eilig haben? Deshalb ist es immer besser kürzere Strecke zu planen und dabei etwas Reserve zu haben, als bis zum Ziel zu hasten.

Eine typische Tagesstrecke auf einer Fahrradreise durch Normalstrassen beträgt ungefähr 100 km. Für den einwöchigen Streifzug mit dem Fahrrad können Sie mit 500km rechnen, um noch etwas Reserve zu haben. Natürlich können die Strecken wesentlich kürzer sein, falls Sie auf der Tour auf schlechte Wege (Schotterstrasse, Waldwege) stoßen und/oder dabei viele Anstiege vorhanden sind. Ich würde es auch auf einem Normalweg mit mehr als 120km/Tag nicht rechnen, denn es bleibt Ihnen sonst für den Genuss beim Plaudern mit zufälligen Einheimischen keine Zeit mehr übrig.

Auf jeden Fall empfehle ich Ihnen, etwas Rast zu machen und zu plaudern, falls Sie dazu Gelegenheit haben oder dazu eingeladen sind. Ich persönlich machte mich in Vergangenheit mehrmals schon zu Schnecke, weil ich es immer eilig hatte, was ich dann später stets bereute. Flüchten Sie nicht dem Ziel entgegen, sondern genießen Sie im jeden Moment. Noch mehr, falls Sie das Ereignis nicht geplant haben.

Zur Ermunterung können Sie einen kurzen Reisebericht von meinem Streifzug bis zum Schwarzen Meer lesen. Demnächst werde ich auch meine Reiseerlebnisse von meinem Streifzug von vorigem Jahr bis zu Archaie Olympie veröffentlichen. Persönlich bin ich leider auf maximal 30 Tage begrenzt, weil ich regelmäßig beschäftigt bin – Liegeräder sind wegen der Spezifik nämlich noch immer bloß ein Hobby. Falls Sie eine echte Wanderseele kennenlernen möchten, sehen Sie sich das Video-Interview (Englisch) mit dem Radfahrer Heinz Stücke mal an.

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