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Lachanfall im griechischen Gebirge

Lachanfall im griechischen Gebirge

Im Dörfchen Agios Dimitrios habe ich in der Busstation geschlafen, welche gerade noch so gross war, dass ich mich in sie hinein brachte und mein Rad mit Anhänger. Der See entlang dieses Dörfchens in welchem nur zehn Einheimische leben, ist für das Trinkwasser für Athen ca. 250 km weit entfernt, bestimmt.

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Beim letzten grösseren Aufstieg vor dem Abstieg bis zum Ufer habe ich einen Herrn getroffen, welcher mich gebeten hatte, dass er gerne versuchen möchte mit dem Dreirad zu fahren. Ihn hat ein Arbeitskollege begleitet, welcher nur beobachtet hat und mit dem Handy gefilmt hat. Woraufhin runter vom Steilhang ein JCB Baggerlader mit einer grossen Gabel vorne angefahren kommt. Ich habe ihn gesichtet, war aber trotzdem auf meine derzeitige Gesellschaft achtsam.

Sofort nachdem hat etwas heftig gekracht. Der Fahrer des JCB Baggerladers hat seine vordere Gabel runtergelassen, so dass die Funken sprühten. In der Kabine sichtete ich einen Kerl, welcher sich rollt und auf dem Sitz herumspringt. Er hatte so einen Lachanfall bekommen, dass er auf die allerschnellste Weise stehen bleiben musste, da er sonst fast vom Sitz kippen würde.

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Wann er von der schon ruhenden Maschine herunterkam, hat es nicht viel gefehlt, dass er anfangen würde sich am Boden herum zu wälzen. Wir alle haben uns ihm im Gelächter gesellt. Es war offensichtlich, dass diese sich kennen.

Leider habe ich auf den Fotoapparat erst gedacht, wann der grösste Lachausbruch schon vorbei war. Der Fahrer des JCB Baggerladers hat nämlich einen Telefonanruf bekommen … die Videoaufnahme können Sie sich unten ansehen:

Es war dies der letzte Tag im griechischen Gebirge. Ein unvergessliches und anforderungsvolles Erlebnis. Definitiv der schwierigste Weg, welchen ich mit meinen Rad je geradelt bin. Wann ich auf die elektronischen Landkarten klickte konnte ich mir nicht einmal ungefähr vorstellen auf was ich mich da einlasse. Gleichzeitig aber, wenn ich zurück blicke habe ich die schönsten Ereignisse gerade in diesem anspruchsvollen Gebieten gehabt. Auch in Serbien.

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Am nächsten Tag liess ich mich bis zur Meeresküste runter, welche das griechische Festland von Peloponnes trennt. Das Meer kann man mit dem Boot überqueren oder über die Brücke. Ich habe mich für die Brücke entschieden, was bedeutete, dass ich auf die Autobahn musste.

Wann ich auf der Autobahn bis zur Zahlkolonne ankam, kommt mir ein Bediensteter entgegen. Er zeigte mir, dass ich ihm folgen solle. Über den Parkplatz hinter den Büros gingen wir auf die Zufahrt der Brücke. Er zeigt in Richtung der Brücke und sagt mir etwas. Ich nickte nur, so als wüsste ich wohin ich gehen müsste. Und ich drücke mein Rad über den Makadam bis zum Brückenanfang wo das Schutzgeländer anfing. Aber rechts von diesem war nur Makadam, als eine Art Bankette. Links die Standspur überdeckt mit glattem Asphalt.

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Natürlich habe ich mich für die Standspur entschieden. Es ging nicht gerade schnell, weil die Brücke ziemlich angespannt war, und ich nahm mir noch Zeit zum Fotografieren. Woraufhin ich nach einiger Zeit hinter mir ein Begleitkombi mit blinkenden Lichtern und einer Tafel für die Behinderung auf der Strasse erblickte. Ja, ich war doch auf der Autobahn und dass ist nicht Mazedonien oder Serbien …

Weiter an Peloponnes…

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